Der Frühling hat Einzug gehalten. Die Motorradsaison kann wieder starten. Die Zweiräder werden auf Hochglanz poliert und das Freiheitsgefühl auf den Motorrädern kann wieder genossen werden. Kein Blech, keine Knautschzone. Dafür kann auf dem Motorrad schon der kleinste Ausrutscher schwerwiegende Folgen haben. Schützen Sie sich deshalb von Kopf bis Fuss. Zwar ist das Fahren auf dem Motorrad mit Badehose, halbnacktem Oberkörper, ohne Handschuhe und ungeeigneten Schuhen nicht strafbar, ist aber sehr leichtsinnig. Einzig das Tragen eines Motorradhelms ist in der Schweiz vorgeschrieben. Im folgenden Beitrag erfahren Sie alles zum wichtigen Thema «Motorradbekleidung».

Motorradfahren bedeutet für viele ein Gefühl der Freiheit. Allerdings ist die Unfallwahr­scheinlichkeit siebenmal höher als beim Autofahren. Allein schon deshalb lohnt es sich, bei der Ausrüstung auf Qualität zu achten.

Helm

In der Schweiz ist der Motorradhelm auf dem Roller und dem Motorrad obligatorisch. Den besten Schutz bieten Integral- oder Klapphelme, da diese auch Gesicht und Kinn schützen. Zudem lassen sich Klapp-helme bei einem Unfall einfacher abnehmen. Der Helm sollte mit einer Hand zu öffnen sein und optimal auf die eigene Kopfform passen.

Wichtig: Nach einem Sturz muss der Helm ersetzt werden. Ersetzen sie einen Helm nach ca. fünf bis sieben Jahren. Motorradhelme müssen in der Schweiz zugelassen und (CE) geprüft sein.

Handschuhe

Da die Hände bei einem Sturz meist reflexartig als erstes auf den Boden treffen, lohnen sich verstärkte oder aus Leder gefertigte Handschuhe. Diese sollten möglichst abriebfest sein. Die Handschuhe weiten sich mit dem Tragen meist noch etwas aus, deshalb sollten sie beim Kauf eher eng als zu weit sein.

Stiefel

Gute Schuhe sind sehr wichtig, da das Verletzungsrisiko bei Motorradunfällen an den Unterschenkeln am höchs-ten ist. Idealerweise schliessen die Schuhe direkt an die Protektoren der Motorradhose an. Kurzstiefel, welche nicht über die Knöchel reichen, bieten einen deutlich geringeren Schutz und sind nicht empfehlenswert.

Jacke und Hose

Motorradbekleidung soll nicht nur bei einem Sturz schützen. Gute Schutzbekleidung ist an Schultern, Ellenbogen, Unterarmen, Knien und Schienbeinen mit Protektoren ausgestattet. Ideal ist ein Motorrad-Kombi, also ein Einteiler, bestehend aus Jacke und Hose ohne Trennnähte. Bei einer separaten Jacke und Hose sollten beide Teile durch einen Reissverschluss verbunden sein, sodass sie bei einem Sturz nicht verrutschen. Eine Schwachstelle bei Stürzen sind die Nähte: Sogenannte Schutznähte sind gewöhnlichen Nähten vorzuziehen, die sich bei einem Sturz lösen können. Wählen sie zudem eine Jacke und Hose mit reflektierenden Streifen oder Flächen, damit sie bei Nacht noch besser war genommen werden.

Motorradbekleidung: Auf was Sie achten  sollten, bevor Sie in die neue Saison starten

1 Mit kompletter Ausrüstung fährt es sich am besten.   2 Nicht vergessen: Das Verletzungsrisiko an Beinen und Füssen ist bei Motorradunfällen sehr hoch – Robuste Stiefel und Hosen können schlimme Verletzungen verhindern.   3 Auffallen ist angesagt: Achten Sie beim Kauf von Motorradkleider auch immer auf eine gute visuelle Wahrnehmung.

Nierengurt

Ein Nierengurt wärmt und schützt. Es gibt den Nierengurt auch in Verbindung mit einem Rückenschutz. Dieser Schutz ist einem in der Jacke eingebauten Rückenschutz vorzuziehen, da er bis zum Steissbein schützt.

Protektoren-Weste

Statt eines Kombis mit integrierten Protektoren, kann man auch eine Protektoren-Weste wählen. Diese wird körpernah getragen und mit Klett oder Riemen festgemacht. Achten sie vor allem auf gute Sichtbarkeit und tragen sie möglichst helle oder bunte Farben. Lichtreflektierende Materialien erhöhen die Sichtbarkeit bei Dunkelheit.

Die wichtigsten Tipps

  • Tragen sie immer eine Schutzausrüstung (auch im Sommer).
  • Schützen sie sich immer von Kopf bis Fuss.
  • Achten sie auf die Passform. Die Motorradbekleidung muss richtig sitzen.
  • Denken sie an die Sichtbarkeit und tragen sie helle oder bunte Kleidung (von Vorteil lichtreflektierende Materialien)
  • Alle Tipps gelten auch beim Fahren mit dem Roller